Wirtschaft

15.12.2006

Währungsunion am Golf

Die sechs GCC-Staaten (Golf Cooperation Council) Bahrain, Kuweit, Oman, Qatar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate planen eine Währungsunion, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten zu vereinfachen und zu fördern. Ähnlich der Euro-Einführung in der EU soll in den GCC-Staaten bis 2010 nach Erfüllung der Konvergenzkriterien das neue Zahlungsmittel in Umlauf gebracht werden. Das Sultanat Oman verkündete jetzt allerdings, dass sich die Entscheidung über seinen Beitritt zur monetären Union noch verzögere, da es nicht in der Lage sei, die erforderlichen Bedingungen bis zum Ablauf der Frist zu erfüllen. Der saudi-arabische Finanzminister Ibrahim al-Assaf bezeichnete die Einführung bis 2010 als „ehrgeiziges Ziel“ und betonte, dass die fünf anderen Mitgliedsländer einen Aufschub vereinbaren könnten, falls Hindernisse eintreten sollten. Trotz der derzeitigen Verzögerungen laufen die Verhandlungen über die finalen Details der Konvergenzkriterien weiter, um die Bildung einer Wirtschaftseinheit voranzutreiben.

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