Neue Bauprojekte

25.06.2008

Die neue Stadt der Zukunft

Dubai 25. Juni / Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum, Herrscher von Dubai und Vizepräsident und Premierminister der VAE, hat ehrgeizige Pläne für den Bau einer völlig neuen Stadt in der Wüste vorgestellt.

Die Mohammed-bin-Rashid-City, die in Größe und Form bewusst das kulturelle Erbe der Region achtet, wurde entsprechend der Anforderungen der modernen arabischen Welt entworfen. Das über 60 Milliarden US-Dollar teure Projekt soll eines der weltweit spektakulärsten Stadtentwicklungen werden. Entworfen wird die Stadt aber nicht in Dubai, sondern in London. Der Architekt Eric Kuhne von Büro CivicArts ist Spezialist für städtische Monumentalprojekte.

Die sich auf über 75 Quadratkilometer erstreckende Stadt umfasst neue Wohnanlagen, Bildungs-, Finanz- und Handelseinrichtungen, Verwaltungsgebäude und touristische Sehenswürdigkeiten. Die Metropole soll nach Fertigstellung mehr Grünflächen als London und New York zusammen haben – mitten in der Wüste. Kanäle, Brunnen, künstlich angelegte Seen sowie Parks und Gärten werden als grüne Lungen der City fungieren. Dabei soll die Stadt so konzipiert sein, dass ihre Einwohner im Umkreis von 300 Metern alles vorfinden, was sie im Alltag brauchen.

Seit Jahrhunderten beschäftigt die „ideale Stadt“ Potentaten und Visionäre. Für Dubais Herrscher kann das nur bedeuten, an die großen Stadtgründungen des Orients anzuknüpfen. Er vergleicht seine Stadt mit Isfahan, einst das kosmopolitische Zentrum Persiens im 16. Jahrhundert.

Die Pläne für Dubais neue City sehen vier sogenannte Häuser vor, die eher Stadtvierteln entsprechen:

Im „Haus der Menschlichkeit“ finden sich gemeinnützige Einrichtungen, humanitäre Organisationen, sowie Museen rund um das Thema der menschlichen Zivilisation. Im „Haus des Hauses des Handels“ werden sich große multinationale Unternehmen, Versicherungsgesellschaften, islamische, aber auch internationale Banken niederlassen, die alle partnerschaftlich mit den auf Finanzwissenschaften spezialisierten Ausbildungseinrichtungen zusammenarbeiten. „Das Haus der Weisheit“ umfasst Übersetzungseinrichtungen, eine große Bibliothek, einen Garten des Wissens, internationale Universitäten, Hochschulen für Geschichte und Naturwissenschaften und eine Moschee sowie Büros etlicher internationaler akademischer Einrichtungen. „Das Haus der Natur“ ist ganz der Umwelt gewidmet und umfasst Parkanlagen, zoologische Gärten, Hotels, Kliniken für alternative und pflanzliche Medizin sowie Räumlichkeiten für Labors, Institute und Akademien, die sich auf die Erhaltung und Erforschung der Natur spezialisiert haben.

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