Sport

18.06.2008

FIVB-Präsident Acost tritt zurück

Dubai, 18. Juni / Der FIVB-Präsident Dr. Ruben Acosta hat überraschend seine Ankündigung wahr gemacht und auf dem Kongress in Dubai seinen Rücktritt erklärt. Acosta wird bis zu den Olympischen Spielen in Peking im Amt bleiben, anschließend übernimmt der erste Vize-Präsident, der Chinese Wei Jizhong, bis zu den Neuwahlen 2012 die Geschäfte.

Acosta war 1984 an die Spitze des mit 220 nationalen Verbänden weltgrößten Sportverbandes gewählt worden und hatte die Nachfolge des Franzosen Paul Libaud angetreten. Unter dem Mexikaner entwickelte sich die FIVB zu einem der reichsten Sportorganisationen. Nachdem er das Amt übernommen hatte, zog der Verband nach Lausanne und intensivierte seine Bemühungen um die weltweite Verbreitung des Volleyballs. Zu den Maßnahmen gehörte die Einführung jährlicher Wettbewerbe für Männer (Weltliga 1990) und Frauen (World Grand Prix 1993), die Aufnahme des Beachvolleyballs in das olympische Programm 1996 und einige Regeländerungen, die das Spiel zuschauerfreundlicher gestalten sollten.

Acosta sagte sichtlich berührt: „Ich verlasse die FIVB, und eine neue Ära kann beginnen. Wir hatten glückliche, erfolgreiche Momente, aber natürlich auch unglückliche. Unsere Arbeit war fordernd und hart, aber auch lohnenswert.“

Der FIVB-Vorstand schlug den Delegierten vor, den 74-jährigen Acosta demnächst zum FIVB-Ehrenpräsidenten zu küren. Per Akklamation stimmten die Delegierten zu. Acostas letzter Tag als FIVB-Präsident wird der 24. August sein.

Die Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) ist der Dachverband aller nationalen Sportverbände für Volleyball und Beachvolleyball. Der Hauptsitz befindet sich seit 1984 in Lausanne in der Schweiz.

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